Deutsche Sprache

Die Deutsche Sprache ist schwer, so jedenfalls geht das bekannte geflügelte Wort. Neben der Deklination (Beugung von Substantiven und Adjektiven) gibt es auch die Konjugation (Beugung von Verben). Mit Beugung ist die “leichte” Änderung des Wortstamms gemeint, um unterschiedliche grammatikalische Kategorien wie Zeit, Person, Geschlecht, Kasus (Fall), Anzahl, Modus, Subjekt / Objekt auszudrücken.
In der englischen Sprache gibt es deutlich weniger „Beugung“ von Substantiven und Verben (was viele Studenten erfreut), daher nimmt diese Sprache unter anderen die sogenannten Konjunktionen und Präpositionen weit häufiger zu Hilfe, um die Relation der Elemente eines Satzes zu strukturieren.

Linguistik - Grammatik

Grammatik ist ein Teilgebiet der Linguistik, und wird als Regelbuch aufgefasst. Dies ist historisch gewachsen. Die Griechen und Römer entwickelten Grammatiken über ihre Sprache, und die mittelalterliche Scholastik führte diese Tradition fort. Diese niedergeschriebenen Grammatiken waren "normativ" - sie beanspruchten für sich tatsächlich, "die Grammatik" einer Sprache abzubilden. Das diese prinzipiell nicht möglich ist, war nicht so tragisch, es konnten bei "toten Sprachen" ja keine empirischen Belege gesammelt werden. Leider ist diese Tendenz bis heute aktiv - und auch die Tendenz sich fast ausschließlich an der Schriftsprache zu orientieren um so eine "Hochsprache" zu schaffen, die als virtuelles Vorbild dienen soll (siehe auch Die Schrecken der deutschen Sprache). Es gab aber schon recht lange Kritik an diesem Vorgehen:

Jacob Grimm hat zusammen mit seinem Bruder substantielle Arbeit zur Analyse der deutschen Sprache geleistet. Zitat aus der Vorrede zur "Deutschen Grammatik" von 1819:

Seit man die deutsche Sprache grammatisch zu behandeln angefangen hat, sind zwar schon bis auf Adelung [Anmerkung: gemeint ist wohl Johann Christoph Adelung und sein Werk , Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart (1774-1786)] eine gute Zahl Bücher und von Adelung an bis auf heute eine noch fast größere darüber erschienen. Da ich nicht in diese Reihe, sondern ganz aus ihr heraustreten will; so muss ich gleich vorweg erklären, warum ich die Art und den Begriff deutscher Sprachlehren, zumal der in dem letzten halben Jahrhundert bekannt gemachten und gut-geheißenen für verwerflich, ja für töricht halte. Man pflegt allmählich in allen Schulen aus diesen Werken Unterricht zu erteilen und sie selbst Erwachsenen zur Bildung und Entwickelung ihrer Sprachfertigkeit anzuraten. Eine unsägliche Pedanterie, die es Mühe kosten würde, einem wieder auferstandenen Griechen oder Römer nur begreiflich zu machen.
Auch den meisten mitlebenden Völkern sei es schwer begreiflich, ihre eigene Landessprache unter die Gegenstände des Sprachunterrichts zu zählen.

Sprache

Zum Thema Sprache: bekannte deutsche Redewendungen, oder auch exklusive schöne Sprüche sind eine Wiederholung einer bereits dokumentierten (oder bekannten) "Kombination von Wörtern" - und damit nicht unbedingt eine Wiederholung des Inhalts einer Äußerung (bzw. Darstellung). Per Definition ist insbesondere ein Zitat immer auch ein Extrakt, da der ursprüngliche Kontext nicht ableitbar ist.